© tauReif
 

Tränental

Meine Tränen sind alle, der Vorrat hielt an
nur die Tage und Nächte, tausend Stück an der Zahl.
Alle Bäche und Flüsse sind gespeist, voll von ihnen,
und sie spülen den Kummer hinab in das Tal,
wo ich bar aller Freude auf den Knien nun rutsche,
wo ich bettle, daß mir das Vergessen ankommt,
daß die nacht mich nicht wieder in Ohnmacht verzehret,
da du fortgingst und brach mir mein Acker verkommt.

Was du tust, ach das fühl ich, wo du bist, weiß ich nicht.
Meine Tage sind leer, tausend Stück an der Zahl.
Ohne dich bleib ich liegen – ungeliebt meine Stunden.
Und so falle ich leblos hinab in das Tal,
wo ich bar aller Freude auf den Knien nun rutsche,
wo ich bettle, daß mir das Vergessen ankommt,
daß die nacht mich nicht wieder in Ohnmacht verzehret,
da du fortgingst und brach mir mein Acker verkommt.