© tauReif
 

Möwenfutter

„Küß mich.“, sagte sie,
„Ich leg dir Rosen um die Hüfte.
Bei Neumond wird das Meer sich heben,
empor in ferne Lüfte.“
Möwen flogen überm Wasser.
Ich sah ihr zu am Strand.
Und im Vormittag hat sie sich
dem Meer dann zugewandt.

Sie ging im Mond am Tag spazier’n.
Gott sagte „Ja!“, ich trotzte „Nein!“
und schuf der Ewigkeit die Grenzen,
doch manchmal fällt man dort hinein.

„Küß mich.“, sagte sie,
„Ich pflück dir Perl’n aus Meerestiefen.
Bei Neumond wird der Sand gezählt.“,
in dem wir und verliefen.
Möwen flogen überm Wasser.
Ich sah ihr zu am Strand.
Und im Vormittag hat sie sich
dem Meer dann zugewandt.

Sie ging im Mond am Tag spazier’n.
Gott sagte „Ja!“, ich trotzte „Nein!“
und schuf der Ewigkeit die Grenzen,
doch manchmal fällt man dort hinein.

„Küß mich.“, sagte sie,
„Ich werde nie ins Meer mich sehnen...“
Bei Neumond kehren Schiffe heim,
betört von den Sirenen.
Die Hütte steht verwaist und leer.
Ich seh den Möwen zu.
Den Vormittag läßt man am besten
Zur Mitternacht in Ruh.

Sie ging im Mond am Tag spazier’n.
Gott sagte „Ja!“, ich trotzte „Nein!“
und schuf der Ewigkeit die Grenzen,
doch manchmal fällt man dort hinein.