© tauReif
 

Kinderspiel

So schnell sind die Jahre
verronnen ins Leben,
und was dir gegeben,
das hältst du nun fest.
Das Kind nimmt die Tage
wie sie sich ihm zeigen,
bewegt sich im Reigen
und glaubt dir aufs Wort.

Habe ich mich verlaufen,
meine Kindheit verloren im Labyrinth,
wo der grausame Minotauros
sein Opfer fordert für’s eigne Glück?
Ist mein Glaube gestorben?
Ach spinn mir die Fäden,
denn die Wege sind dunkel,
und ohne dein Lachen
find ich nicht mehr zurück.

Im Garten hier saßen
wir oftmals im Schatten.
Das Glück, das wir hatten,
aus Liebe gewebt,
bewahrte uns zärtlich
ein Stück von der Wahrheit.
Die Welt, voll von Klarheit,
winkt zaghaft dem Kind.

Habe ich mich verlaufen,
meine Kindheit verloren im Labyrinth,
wo der grausame Minotauros
sein Opfer fordert für’s eigne Glück?
Ist mein Glaube gestorben?
Ach spinn mir die Fäden,
denn die Wege sind dunkel,
und ohne dein Lachen
find ich nicht mehr zurück.

In lebhafter Blüte
steh’n nun meine Stunden,
und was ich gefunden,
zeigt nie sein Gesicht.
Doch mit Kinderaugen,
vertrauend und schauend,
erschließt sich das Leben
aus tagfrohem Licht.

Habe ich mich verlaufen,
meine Kindheit verloren im Labyrinth,
wo der grausame Minotauros
sein Opfer fordert für’s eigne Glück?
Ist mein Glaube gestorben?
Ach spinn mir die Fäden,
denn die Wege sind dunkel,
und ohne dein Lachen
find ich nicht mehr zurück.