© tauReif
 

Januskopf

Ich lebe in zwei Welten, sanft umrahmt von einem Wort,
seh’ den Vater vor den Feldern, und ich seh’ ihn lang schon dort.
Meine Mutter kennt die Farbe, die ich meinem Dasein geb.
In dem Kreis bin ich gestanden, wo ich tief im Herzen leb
und die Zeit zu täuschen suche, die mir Apfelbäume malt.
Mit den Nächten, die ich schlafe, hab ich viel zu oft geprahlt.

Manchmal fliegt der Bussard höher, als das Stoppelfeld erlaubt.
Und ich liebe dieses Leben, und hab’s Andern wohl geraubt
durch die Taubheit meiner Sinne, die das Frieren nie gelernt
sucht die eine Welt das ihre, da sie sich von mir entfernt.

Ich lebe in zwei Welten, eingekerkert ohne Licht,
sehe Menschen just ertrinken, und ich seh’ den Himmel nicht.
Böse Monster und Dämonen flüstern zu mir manchen Spruch.
Aus den modernden Gedärmen dringt ein fauliger Geruch,
der mir meine Rechnung vorlegt, der mich schlägt und streicheln will.
Mancher Alptraum streckt mich nieder, doch die Nacht bleibt klar und still.

Manchmal sinke ich noch tiefe, als der Kerker mir erlaubt.
Und ich hasse dieses Leben, das mir meine Träume raubt
durch die Trägheit meines Herzens, die das Frieren mich gelehrt
sucht die andre Welt das ihre, da sie mich so leicht entbehrt.