© tauReif
 

Im Regen

Die Luft schmeckt nach Regen,
der Atem nach kühlen
Bäumen, vom Regen benetzt.
Der Staub auf den Wegen
trinkt Wasser, der Himmel
ist weithin mit Wolken besetzt.

Befreit von der Schwüle,
befreit von der Enge
legt Niesel sich auf meine Zunge.
Befreit, daß ich fühle
den Atem der Erde
in meiner vertrockneten Lunge.

Die Luft schmeckt nach Regen,
der Atem nach kühlen
Bäumen, vom Regen getränkt.
Der Staub auf den Wegen
trinkt Wasser. Ich habe
den Schirm in den Keller gehängt.

Befreit von der Schwüle,
befreit von der Enge
legt Niesel sich auf meine Zunge.
Befreit, daß ich fühle
den Atem der Erde
in meiner vertrockneten Lunge.

Ich atme den Regen,
und auf meiner Zunge
liegt Niesel, so weich wie dein Haar.
Ich stapfe verwegen
und lachend durch Pfützen.
Auf einmal ist alles so klar.

Befreit von der Schwüle,
befreit von der Enge
legt Niesel sich auf meine Hände.
Die Dürre ist endlich zu Ende.