© tauReif
 

Herbstzeitlos

Goldene Blätter auf den Wegen,
Nebel, zaghaft, wird geschluckt von Sonnenstrahlen,
laufe atemlos vorbei an dürren Zweigen,
atemlos im Unterholz.
Goldene Blätter auf den Wegen,
bleib im Laub und bleibe stehen.
Atemlos seh ich den Himmel, atemlos die Blätter fallen,
goldene Blätter auf dem Weg.

Ja, komm Wind, vertreib meine trüben Stunden,
ja, komm Wind, mach mich atemlos.

Gras, welk und grün noch zu erkennen,
kenne jeden Strauch und jeden Atemzug.
Ich suche Rast vor meinem eignen, wirren Leben,
goldne Blätter auf dem Weg.

Ja, komm Wind, vertreib meine trüben Stunden,
ja, komm Wind, mach mich atemlos.

Goldene Blätter auf den Wegen.
Ihr Geschmack nach Rauch und Honig macht mich plötzlich atemlos.
Ich möchte weinen, schreien, lachen,
mich viel öfter hier verirr’n,
goldene Blätter auf den Wegen
sammeln, Kronen daraus binden, atemlos dem Wind zu schenken,
nimmt sie sich und läßt sie tanzen,
füllt den Wald mit goldnen Wegen.

Ja, komm Wind, vertreib meine trüben Stunden,
ja, komm Wind, mach mich atemlos.