© tauReif
 

Grönland

Gib mir meine Zaubersteine, und streu sie in den Wind.
Der Sand liegt in der Wüste, da wo die Stürme sind.
Nur dreizehn bunte Tücher verlor ich dort im Sand,
die ich nach dreizehn Nächten im Neuschnee wiederfand.

Du sagst, du gehst nach Grönland. Für mich klingt das nach Flucht.
Das Bier steigt uns zu Kopfe und wird dir bald zur Sucht.
In Grönland schneit der Winter und deckt das Heimweh zu.
Bei Grönland wohnt Amerika, und nebenan wohnst du.

Viel schneller als vermutet sind heimlich über Nacht
die alten Rattenfänger zum Leben neu erwacht.
Sie ködern wieder Kinder mit ihrer heilen Welt,
zu der doch deren Eltern den Weg so gut verstellt.

Du sagst, du gehst nach Grönland. Für mich klingt das nach Flucht.
Das Bier steigt uns zu Kopfe und wird dir bald zur Sucht.
In Grönland schneit der Winter und deckt das Heimweh zu.
Bei Grönland wohnt Amerika, und nebenan wohnst du.

Gib mir deine Zaubersteine, und streu sie in den Wind.
Der Sand liegt in der Wüste, das weiß doch jedes Kind.
Aus Kindern macht man Kälber und frißt sie tanzend auf.
Ich such mir einen Knüppel, zu bremsen diesen Lauf.

Du sagst, du gehst nach Grönland. Für mich klingt das nach Flucht.
Das Bier steigt uns zu Kopfe und wird dir bald zur Sucht.
In Grönland schneit der Winter und deckt das Heimweh zu.
Bei Grönland wohnt Amerika, und nebenan wohnst du.

Die Glitzerwelt hat viele Gesichter uns gebracht.
Und noch vor drei, vier Jahren hab ich dabei gelacht.
In Grönland wird es Frühling, Gott wohnt dort unterm Eis.
Vielleicht läßt er sich finden, wenn ich den Namen weiß.

Du sagst, du gehst nach Grönland. Für mich klingt das nach Flucht.
Das Bier steigt uns zu Kopfe und wird dir bald zur Sucht.
In Grönland schneit der Winter und deckt das Heimweh zu.
Bei Grönland wohnt Amerika, und nebenan wohnst du.

Gib mir meine Zaubersteine, und streu sie in den Wind.