© tauReif
 

Einzigeine

Es ist im Tannicht standen
ein Haus von Lehm und Stein.
’S mag mir die Liebste schauen.
Mich deucht, sie wohnt darein.

Drei Birklein wohl sind wachsen.
Des bringt ihr große Freud.
Wie weiland ich sie liebte,
so schenke ichís ihr heut.

Den Garten vor der Pforten
hat sie gepflanzt geschwind.
Drin prangen rote Rosen,
viel Klee und Hyazinth,

Narzissen, Oleander
und blauer Rittersporn.
Manch Kräutlein will sie hegen,
ich grab dazu den Born.

Geb Gott dem gutís Gelingen
und Segen in die Stubí!
Fünf Kinder mag Er bringen,
und zehn wärín grad genug.

Die Windsbraut macht mich lachen,
sie tanzt durch Hag und Auí,
wenn wohlgemut wir wachen
und ich durchs Fenster schau.